Wolf Linder zeigte anhand internationaler Beispiele und UNO-Daten die realen Folgen nicht-militärischer Zwangsmassnahmen auf. Sanktionen erreichten ihre politischen Ziele selten, träfen jedoch häufig die Zivilbevölkerung, verlängerten Konflikte und stärkten autoritäre Regime. Er verwies auf die jahrzehntelange Kuba-Blockade, auf EU-Sanktionen ohne rechtsstaatliche Verfahren sowie auf wissenschaftliche Schätzungen, wonach Sanktionen jährlich Hunderttausende indirekte Todesopfer verursachen können. Sein Fazit: Sanktionen seien kein Mittel der Friedensförderung und mit der Schweizer Neutralität schwer vereinbar.