Beitrag teilen

«Wir stoppen Gessler 2.0»

Von Dr. Stephan Rietiker, Präsident Pro Schweiz zum Nationalfeiertag der Pro Schweiz auf dem Tellspiel-Areal Matten bei Interlaken, Freitag, 31. Juli 2026

Manuskript (PDF)

Es gilt sowohl das schriftliche wie das gesprochene Wort, wobei sich der Redner vorbehält, stark vom Manuskript abzuweichen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Freunde von Pro Schweiz,

Ich begrüsse Sie herzlich zu unserem Anlass und danke für Ihr zahlreiches Erscheinen.
Wir haben für diesen Anlass bewusst den 31. Juli gewählt, um einerseits daran zu erinnern, dass der Rütlischwur in der Nacht vom 31. Juli zum 1. August 1291 stattfand und auch, um nicht anderen 1. August Anlässen in die Quere zu kommen. Die Substanz dieses für uns Schweizer historisch wichtigen Anlasses ist damit in keiner Weise gefährdet.

Wir gedenken heute unserer mutigen Vorfahren, die sich gegen fremde Einmischung massiv und erfolgreich zur Wehr gesetzt haben. Dabei ist gerade der Gesslerhut ein starkes Symbol für den Unabhängigkeitskampf. Der damals von der Obrigkeit verlangte Gruss des Gesslerhutes war ein eklatanter Ausdruck der Unterwerfung, den zum Glück einige Helden verweigerten. Manche kritisieren heute dieses Symbol als altmodisch oder kennen es erst gar nicht. Das ist zwar bedenklich, aber angesichts der Verluderung unserer schulischen Ausbildung und der leichtfertigen Masseneinbürgerungen nicht wirklich erstaunlich!

Lassen wir uns dennoch nicht vom richtigen Weg abbringen: es stehen zwei eminent wichtige Abstimmungen an, einerseits die Neutralitätsinitiative und andererseits die Abstimmung über das EU- Rahmenabkommen. Die Geschichte hat bewiesen, dass die immerwährende, bewaffnete Neutralität uns vor Kriegen schützt. Sie zeugt von Charakter und nicht etwa von Schwäche und hilft uns obendrein auch – und das vergessen viele Bürokraten in Bern- beim Aushandeln von Handelsverträgen mit ausländischen Geschäftspartnern, wie ich das immer wieder erlebe.

Neutralität verpflichtet und zeugt von Charakter! Mit der Neutralitätsinitiative setzen wir, das Volk, dem Bundesrat bewusst Leitplanken, an die er sich zu halten hat und die auch im Ausland bekannt sind. Das, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ist gelebte Glaubwürdigkeit und Resilienz!

Und nun zum EU- Rahmenabkommen: das kürzlich ausgehandelte Freihandelsabkommen mit Grossbritannien zeigt exemplarisch auf, dass auch ohne EU- Anbindung und Einschränkung von Souveränität und direkter Demokratie Handelsverträge auf Augenhöhe mit wichtigen Partnern abgeschlossen werden können. Das nenne ich bilateral bzw. auf Augenhöhe und nicht etwa die permanente Anbiederung und Unterwerfung, die die Mehrheit des Bundesrats und die Bundesverwaltung uns schmackhaft machen wollen. Erteilen wir diesem unseligen Vertragswerk an der Urne eine wuchtige Absage.

Wir befinden uns heute in einer ähnlichen Situation wie im 13. Jahrhundert.
Der Gesslerhut 2.0 ist aktueller denn je, wenn auch in anderer Form.
Verweigern wir symbolisch den Gruss des Gesslerhutes konsequent, indem wir ja zur Neutralitätsinitiative sagen und das EU- Rahmenabkommen wuchtig verwerfen.

Ich danke Ihnen!

Schlusswort

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Freunde von Pro Schweiz,

Ich bedanke mich herzlich bei unseren Rednern für Ihre spannenden Referate, allen voran Alt Bundesrat Dr. Christoph Blocher, dann auch Alt Ständerat/ Alt Nationalrat Adrian Amstutz und Alt Nationalrat Walter Wobmann.

Es stehen einige schwierige Herausforderungen an. Folgen wir dem Beispiel unserer Vorfahren und lassen wir uns nicht für dumm verkaufen: bleiben wir mutig und standhaft, wie es unsere Vorfahren waren. Wir sind nicht wie die anderen, wir sind und wollen einzigartig sein, stehen wir dazu, dass wir ein Sonderfall sind, wir sind eben Schweizer. Die Schweiz ist das beste Land der Welt, sorgen wir gemeinsam dafür, dass es so bleibt! Auf unsere freie, immerwährend neutrale und souveräne Schweiz!

Ich wünsche Ihnen einen stimmungsvollen 1. August!