Pikanterweise sollen dem Vernehmen nach EU – Turbos in der Verwaltung einen Deal mit den USA proaktiv torpediert haben, um die EU nicht vor den Kopf zu stossen. So sollen gewisse Beamte gar die EU über den Stand der Verhandlungen mit den USA auf dem Laufenden gehalten haben, was ein Skandal wäre.
Der Bundesrat muss nun sofort Führungsstärke zeigen und vereint mit einer kompetenten Taskforce, wo auch erfolgreiche Unternehmer mit USA-Erfahrung dabei sind, bei der Trump-Administration mit einem klaren Mandat vorstellig werden. Das Minimalziel muss intern klar definiert werden und mögliche Angebote ausformuliert vorliegen. Dabei könnte auch das Thema des Goldhandels mit den USA auf den Tisch kommen: Er belastet unsere Handelsbilanz mit 20 bis 35 Milliarden und bringt der Schweiz nichts. Der Verzicht bzw. die Verlagerung des Goldhandels bzw. der Goldschmelzung ins Ausland, z.B. auch in die USA, könnte das Problem der Handelsbilanz weitgehend lösen.
Wichtig ist, dass über unsere Ziele und den Stand der Verhandlungen absolutes Stillschweigen bewahrt wird. Auf verfrühte Selbstinszenierungen in den Medien ist bis zum Abschluss der Verhandlungen zu verzichten.
Wir haben in den USA einige Freunde, die uns wohl gesonnen sind. Nützen wir diese Verbindungen. Vermeiden wir Provokationen aller Art und gehen wir zielgerichtet vor. Dann lässt sich einiges herausholen. Und damit den EU-Turbos den Wind aus den Segeln nehmen.
– von Dr. Stephan Rietiker, Präsident Pro Schweiz