Professor Aymo Brunetti malt den EU-Binnenmarkt als unabdingbaren Rettungsanker für die Schweiz – dabei verschweigt er, was wir dafür zahlen: wachsende Abhängigkeit, automatische Rechtsübernahme und dauernde Milliardenzahlungen (NZZ 9. 7. 25). Die angeblichen «Milliardenschäden» bei einem Scheitern der Verhandlungen beruhen auf Modellrechnungen mit fragwürdigen Annahmen – während echte Probleme wie Zuwanderungsdruck, steigende Mieten und Bürokratie kleingeredet werden. Dass Brunetti die Souveränität fast beiläufig als verhandelbare Grösse darstellt, ist bezeichnend: Für ihn scheint letztlich allein der wirtschaftliche Nutzen im Vordergrund zu stehen. Für viele von uns aber ist Selbstbestimmung kein Preisschild anzuhängen – schon gar nicht im Tausch gegen fragwürdige Versprechen aus Brüssel.
Artikel von Aymo Brunetti (PDF)
Leserbrief von Dr. med. Stephan Rietiker (PDF)