Präsident Stephan Rietiker erklärt: „Das neue Abkommen ist ein starkes Signal für eine selbstbewusste Schweiz. Es beweist, dass moderner Marktzugang auch ohne institutionelle EU-Anbindung oder dynamisch-automatischer Rechtsübernahme möglich ist.“
Laut des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) geht das Abkommen deutlich über die bisherige Übergangslösung hinaus und umfasst Dienstleistungen, Investitionen, digitalen Handel, Finanzdienstleistungen, Telekommunikation sowie weitere zentrale Regulierungsbereiche. Die britische Regierung betont, dass das Abkommen den Dienstleistungssektor stärkt, Datenflüsse erleichtert und Rechtssicherheit schafft.
Für Pro Schweiz zeigt das Abkommen, dass wirtschaftliche Offenheit und politische Selbstbestimmung vereinbar sind.
Adrian Amstutz, Projektleiter EU-Rahmenverträge, hält fest: „Die Schweiz ist stark, wenn sie auf Augenhöhe verhandelt und ihre Interessen selbstbewusst durchsetzt.“
Das Abkommen trägt zur weltweiten Ausweitung der Handelsbeziehungen (Diversifizierung) und zur Stabilität der Schweizer Aussenwirtschaft in unsicheren Zeiten (Resilienz) bei. In einer unsicheren Weltlage ist dies entscheidend, um die Handlungsfreiheit der Schweiz zu sichern.
Pro Schweiz warnt davor, aus den laufenden Gesprächen mit der EU einen Sachzwang abzuleiten. Das Abkommen mit Grossbritannien zeigt, dass moderne und tiefgreifende Verträge auch ausserhalb eines EU-Rahmens möglich sind.
Zugleich bleibt die EU der wichtigste Handelspartner der Schweiz. Deshalb ist eine vertragliche Zusammenarbeit dort sinnvoll, wo sie der Schweiz nützt – gleichzeitig sind klare Grenzen nötig, wo Souveränität und Selbstbestimmung betroffen sind.