Wer kennt die Wahrheit?
Vortrag von Enrico Battaglia, Verantwortlicher für Pro Schweiz Graubünden, anlässlich der Veranstaltung über die Neutralitätsinitiative in Thusis vom 29. August 2026.
Vortrag von Enrico Battaglia, Verantwortlicher für Pro Schweiz Graubünden, anlässlich der Veranstaltung über die Neutralitätsinitiative in Thusis vom 29. August 2026.
Ein Reuters-Journalist hat mich über die Neutralitätsinitiative befragt, auch über das Plakat «Kein Krieg»: «Es will ja gar niemand Krieg», meinte er. Ich entgegnete: «Wieso haben wir denn überall Krieg?» Worauf er erwiderte: «Aber es ist nie die Bevölkerung, Kriege führen die Politiker.»
Das Komitee zur Wahrung der Schweizer Neutralität warnt vor zunehmender militärischer Annäherung an die Nato und EU. Die geplante Revision des Militärgesetzes bringt eine einschneidende Neuerung: Der Bundesrat will auch Angehörige der Schweizer Milizarmee künftig zu Ausbildungsdiensten im Ausland zwingen.
Die Welt wird unsicherer. Umso wichtiger ist es, dass die Schweiz ihren eigenen Weg geht: immerwährend, bewaffnet und umfassend neutral.
Mit weissen Kreuzen vor dem Bundeshaus haben wir ein klares Zeichen gesetzt: Die Neutralität schützt die Schweiz davor, in die Kriege anderer Staaten hineingezogen zu werden. Gerade in einer Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen dürfen wir diesen Schutz nicht Stück für Stück aufgeben.
Die bewaffnete Neutralität der Schweiz ist kein Relikt. Sie hat sich über Jahrhunderte bewährt: Sie hielt unser Land aus fremden Kriegen heraus und bewahrte seine Eigenständigkeit – abgesichert durch glaubwürdige Selbstverteidigung.
Eine glaubwürdige Neutralität verlange Standfestigkeit, sagt der frühere Diplomat Paul Widmer im Gespräch mit Tobias Gafafer – ein Bundesrat dürfe nicht mit einer Kriegspartei fraternisieren.
Zur Abstimmung über die “Neutralitäts-Initiative“ vom 27. September 2026 drängt es mich allen heimattreuen Schweizer aufzuzeigen, wie ein historisch gewachsenes Prinzip (Neutralität) durch unseren führungsschwachen Bundesrat Schritt für Schritt zerstört wird.
Die aktuelle Umfrage zur Neutralitätsinitiative nehmen wir zur Kenntnis. Sie ist eine Momentaufnahme – mehr nicht. Sie ist auch ganz sicher kein Abstimmungsergebnis.
Offener Brief an Cédric Wermuth und Mattea Meyer